Am Mittwoch, dem 14. Januar, besuchte ein Team der Ermittlungsgruppe „AG Jugend“ der Polizei Aschaffenburg die Realschule Bessenbach und hielt für die fünften Klassen einen Präventionsvortrag zum Thema „Dein Smartphone – Deine Entscheidung“. Ziel der Veranstaltung war es, die Schülerinnen und Schüler für einen verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren.
Da alle Klassenräume durch weitere schulische Veranstaltungen belegt waren, fand der erste Vortrag in der Schulmensa statt. Diese besondere Umgebung sorgte für eine angenehme und offene Atmosphäre. Nach einem kurzen Einstiegsvideo führten die beiden Polizeibeamten, Herr Hosenfeld und Herr Sevim, kindgerecht und lebensnah in das Thema ein.
Anhand realistischer Beispiele erklärten sie, welche Konsequenzen der unsachgemäße Gebrauch von Smartphones und sozialen Netzwerken wie TikTok, WhatsApp oder Instagram haben kann. Dabei wurde deutlich gemacht, dass Beleidigungen, Cybermobbing oder das unbedachte Weiterleiten von Bildern kein harmloser Spaß sind, sondern ernsthafte rechtliche Folgen nach sich ziehen können. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, welche Handlungen mit dem Smartphone strafbar sind und welche Konsequenzen daraus entstehen können.
Immer wieder wurden die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt, ihr eigenes Verhalten in Chatgruppen zu reflektieren und gemeinsam über angemessene Handlungsmöglichkeiten zu sprechen. Auch das Recht am eigenen Bild wurde ausführlich thematisiert. Den Kindern wurde verdeutlicht, dass Bilder automatisch gespeichert werden und sich kaum kontrollieren lässt, was mit ihnen weiter geschieht.
Während des gesamten Vortrags bezogen die Beamten die Fragen und Sorgen der Fünftklässler aktiv mit ein, ohne Ängste zu schüren. Die praxisnahen Erfahrungen der AG Jugend weckten großes Interesse und stärkten das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.
Im weiteren Verlauf erkannten die Kinder Symbole verschiedener Apps und setzten sich kritisch mit deren Funktionen und Altersfreigaben auseinander. Besonders eindrucksvoll war eine Demonstration, bei der gezeigt wurde, wie umfangreich die Nutzungsbedingungen von WhatsApp sind und dass diese häufig ungeprüft akzeptiert werden. Zur Auflockerung bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen eine kleine WhatsApp-Challenge.
Zum Abschluss durften die Kinder selbst in die Rolle von Polizistinnen und Polizisten schlüpfen und bei Fallbeispielen entscheiden, wie richtiges Verhalten aussehen kann.
Die RSB bedankt sich ganz herzlich bei der AG Jugend der Polizei Aschaffenburg für die fesselnden, anschaulichen Vorträge und hofft auf einen erneuten Besuch im kommenden Schuljahr.
Maria Schmidtpott