Zehntklässler üben den Ernstfall
Während die Abschlussprüfungen bereits hinter ihnen lagen, stand für die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Realschule Bessenbach noch ein ganz besonderes Lernprogramm auf dem Stundenplan: ein viertägiger Erste-Hilfe-Kurs, der sie auf Notfallsituationen im Alltag vorbereitete.
Mit insgesamt 20 Unterrichtseinheiten geht der Kurs weit über den üblichen Erste-Hilfe-Lehrgang mit neun Unterrichtseinheiten hinaus. Dadurch blieb viel Zeit, die theoretischen Inhalte intensiv praktisch zu üben. Von der stabilen Seitenlage über die Versorgung verschiedener Verletzungen bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung konnten die Jugendlichen die wichtigsten Maßnahmen mehrfach trainieren und so Sicherheit für den Ernstfall gewinnen.
Den Höhepunkt bildete am letzten Kurstag eine realitätsnahe Großübung, die vom Schulsanitätsdienst der Realschule vorbereitet wurde. Bei einem simulierten Auto- und Grillunfall mussten gleich elf „Verletzte“ versorgt werden. Dank täuschend echt geschminkter Wunden, viel Kunstblut und überzeugend gespielter Verletzungen entstand eine beeindruckend realistische Einsatzsituation. Sogar eine Reanimation war Teil des Szenarios.
Die angehenden Ersthelfer arbeiteten konzentriert zusammen, versorgten die Verletzten und setzten das Gelernte unter Zeitdruck erfolgreich um. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Dieser praxisnahe Kurs vermittelt nicht nur Wissen für die Führerscheinprüfung, sondern vor allem Fähigkeiten, die im Ernstfall Leben retten können.