
Nach dem überraschenden Sieg bei der unterfränkischen Robotik-Meisterschaft der Realschulen durfte das Team der Realschule Bessenbach am 7. Juli 2026 beim bayerischen Landesfinale antreten. Dort erreichte „RoboTraktor-Tuning“ einen hervorragenden dritten Platz.
Besonders bemerkenswert ist dieser Erfolg, weil die Robotik-Gruppe der Realschule Bessenbach erst zu Beginn des Schuljahres neu gegründet worden war. Entsprechend vorsichtig hatte Robotik-Coach und Schulleiter Martin Römpp die Erwartungen der Schülerinnen und Schüler zunächst eingeordnet. Im Verlauf des Wettbewerbs zeigte sich jedoch schnell, dass das Team mit den besten Robotik-Gruppen Bayerns mithalten konnte.
Der Erfolg passt zugleich gut zum Profil der MINT-affinen Realschule Bessenbach. Die RSB ist MINT21-Schule, „Profilschule für Informatik und Zukunftstechnologien“ und Teil der Initiative „Digitale Schule der Zukunft“. Robotik bietet dabei eine besonders anschauliche Möglichkeit, Programmierung, Technik, problemlösendes Denken und Teamarbeit miteinander zu verbinden.
In der Kategorie „Fortgeschrittene“ traten 16 Teams aus bayerischen Realschulen gegeneinander an. Ihre Aufgabe bestand darin, vorbereitete Roboter auf einem aufwendig gestalteten Spielfeld definierte Aufgaben selbstständig erledigen zu lassen. So mussten beispielsweise Legosteine, die als Sternenstaub dienten, in einen Zielbereich geschoben oder dort abgeladen werden.
Weitere Aufgaben im Weltraum-Setting bestanden darin, Satelliten auszurichten oder Asteroiden einzusammeln. Für jede erfolgreich gelöste Aufgabe erhielten die Teams Punkte. Gleichzeitig war Präzision gefragt: Wurden Bausteine auf der Spielmatte verschoben oder durcheinandergebracht, führte dies zu Punktabzügen.
Nach zwei Wertungsläufen wurde jeweils das bessere Ergebnis gezählt. Das Team „RoboTraktor-Tuning“ der RSB mit Hanna Valente, Hannes Haun, Hannes Mansch und Joscha Rinck erzielte bereits im ersten Durchgang eine so hohe Punktzahl, dass ein Platz auf dem Siegertreppchen plötzlich in greifbare Nähe rückte. Am Ende durfte sich das Team tatsächlich über den dritten Platz im bayerischen Landesfinale freuen.
Zu den Gratulantinnen und Gratulanten gehörten auch Birgit Thielecke, Schulleiterin der gastgebenden Ludwig-Frohnhöfer-Realschule, sowie Dr. Andreas Hochholzer, der im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft die Initiative MINT21 koordiniert. Zudem traf das Team auf eine langjährige Begleiterin der unterfränkischen MINT-Arbeit: Die früher auch an der RSB tätige Lehrerin Alexandra Köhler koordiniert weiterhin Projekte der Realschulen in Unterfranken im MINT-Bereich.
Neben dem Wettbewerb selbst bot das Landesfinale zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch mit anderen robotikbegeisterten Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften. Das Team konnte viele neue Ideen, technische Anregungen und Motivation für die weitere Arbeit an der Realschule Bessenbach mit nach Hause nehmen.
Ein besonderer Dank gilt der ortsansässigen Firma SAF. Durch ihre finanzielle Unterstützung konnten die Fahrtkosten für die Bahnreise so weit reduziert werden, dass auf eine Eigenbeteiligung der Schülerinnen und Schüler verzichtet werden konnte.
Der dritte Platz beim Landesfinale ist damit nicht nur ein großer Erfolg für „RoboTraktor-Tuning“, sondern zugleich ein vielversprechender Auftakt für die noch junge Robotik-Gruppe der Realschule Bessenbach.